HiDrive Next ist seit August 2026 als Cloud Speicher für KMU verfügbar. Die Lösung von IONOS basiert auf Nextcloud, speichert Daten laut Anbieter ausschließlich in deutschen Rechenzentren und startet bei 2 Euro monatlich. Sie eignet sich vor allem für kleine Teams, die Dateien zentral ablegen, unterwegs abrufen und kontrolliert freigeben möchten.
Was kostet der Cloud Speicher für KMU?
HiDrive Next ist in drei Tarifen mit 100 GB, 500 GB und 1 TB Speicher erhältlich. Die regulären Preise liegen laut IONOS zwischen 2 und 7 Euro monatlich.
Der Starter Tarif umfasst 100 GB Speicher für einen Benutzer und kostet dauerhaft 2 Euro im Monat. Laut der Tarifübersicht von IONOS bietet der Standard Tarif 500 GB für bis zu drei Benutzer zum monatlichen Preis von 5 Euro.
Der Plus Tarif enthält 1 TB Speicher für bis zu fünf Benutzer. Regulär kostet er 7 Euro monatlich. In den ersten zwölf Monaten gilt ein Einführungspreis von 1 Euro pro Monat. Prüfen Sie vor dem Abschluss, welcher Preis nach einem Aktionszeitraum berechnet wird.
Für einen Handwerksbetrieb mit drei Beschäftigten kann der Standard Tarif ausreichen, wenn vor allem Angebote, Baustellenfotos und Arbeitsnachweise gespeichert werden. Bei vielen Videos oder hochauflösenden Fotos kann 500 GB jedoch schnell knapp werden. Entscheidend sind deshalb nicht nur der Preis, sondern auch Benutzerzahl, Dateimenge und jährliches Wachstum.
Welche Aufgaben übernimmt HiDrive Next im Betrieb?
HiDrive Next bündelt Dateien an einem zentralen Ort und stellt sie auf Computern und mobilen Geräten bereit. Das verringert den Austausch betrieblicher Unterlagen über private Messenger, USB Sticks oder große E-Mail-Anhänge.
Ein Bauleiter kann Fotos direkt einem Projektordner zuordnen. Der Innendienst sieht dieselben Dateien, ohne sie per Nachricht anfordern zu müssen. Ein Gebäudedienstleister kann Arbeitsnachweise sammeln, während eine Agentur Entwürfe über einen zeitlich begrenzten Link mit Kunden teilt.
Die mobilen Apps enthalten einen Dokumentenscanner mit Texterkennung. Die Texterkennung, häufig OCR genannt, liest gedruckte Inhalte aus einem Foto aus. Fotografierte Lieferscheine oder Stundenzettel lassen sich dadurch als durchsuchbare PDF Dateien speichern.
Das ist ein sinnvoller Einstieg, wenn Sie Papier und verteilte Dateiablagen schrittweise ersetzen möchten. Bei umfangreicheren Prozessen kann eine Digitalisierung von Abläufen mit klaren Zuständigkeiten und weniger Papier oder Excel erforderlich sein.
Wie werden Dateien geschützt und wiederhergestellt?
IONOS speichert die Daten nach eigenen Angaben ausschließlich in Rechenzentren in Deutschland, die nach ISO 27001 zertifiziert sind. Zusätzlich helfen Dateiversionen, ein digitaler Papierkorb und geschützte Freigabelinks bei typischen Fehlern im Arbeitsalltag.
Die ISO 27001 ist eine internationale Norm für das Management von Informationssicherheit. Laut der Ankündigung von IONOS vom 13. August 2026 basiert HiDrive Next auf der quelloffenen Software Nextcloud und wird ausschließlich in den deutschen Rechenzentren des Anbieters betrieben.
Über die Dateiversionierung können frühere Bearbeitungsstände verfügbar bleiben. Der digitale Papierkorb hilft, versehentlich gelöschte Dateien zurückzuholen. Wie lange Versionen und gelöschte Dateien aufbewahrt werden, sollten Sie vor dem Einsatz anhand der aktuellen Vertragsunterlagen prüfen.
Freigabelinks lassen sich mit einem Passwort und einem Ablaufdatum versehen. Das ist sicherer als ein dauerhaft erreichbarer Link. Deutsche Datenhaltung allein macht die Nutzung aber nicht automatisch datenschutzkonform. Sie benötigen weiterhin passende Zugriffsrechte, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und betriebliche Regeln für personenbezogene Daten.
Wie lässt sich HiDrive Next in bestehende Abläufe einbinden?
HiDrive Next kann über Apps, einen Webzugang und WebDAV genutzt werden. WebDAV ist ein technischer Standard, mit dem sich ein Onlinespeicher wie ein Laufwerk ansprechen oder in geeignete Sicherungssysteme einbinden lässt.
Dadurch müssen Beschäftigte Dateien nicht ausschließlich im Browser öffnen. Je nach verwendetem Betriebssystem und Programm kann der Speicher als Netzlaufwerk erscheinen. Vor einer breiten Einführung sollten Sie testen, ob das Öffnen, Speichern und Synchronisieren mit Ihrer vorhandenen Software zuverlässig funktioniert.
Dateiversionierung und Papierkorb ersetzen keine vollständige Datensicherung. Wenn Schadsoftware Dateien verschlüsselt oder ein Benutzer größere Ordnerbestände löscht, kann eine getrennte Sicherung wichtig sein. Prüfen Sie deshalb, ob ein Backup mit eigenem Aufbewahrungszeitraum erforderlich ist und ob Ihr Sicherungsprogramm die WebDAV Schnittstelle unterstützt.
IONOS kündigte außerdem an, dass HiDrive Next das bisherige HiDrive Angebot perspektivisch ersetzen soll. Bestehende Kunden sollten deshalb nicht davon ausgehen, dass Tarife, Funktionen oder Migrationswege identisch sind. Verbindlich sind die jeweils aktuellen Vertragsbedingungen und Informationen im Kundenkonto.
Für welche Unternehmen ist die Lösung geeignet?
HiDrive Next passt vor allem zu kleinen Teams, die eine überschaubare Dateiablage mit mobilem Zugriff benötigen. Es ist weniger passend, wenn ein Betrieb komplexe Freigaben, revisionssichere Akten oder automatisierte Dokumentenprozesse verlangt.
Ein Cloud Speicher verwaltet in erster Linie Dateien und Ordner. Ein Dokumentenmanagementsystem, kurz DMS, ergänzt häufig feste Prüfabläufe, Aufbewahrungsregeln, automatische Zuordnungen und weitergehende Suchfunktionen. Solche Anforderungen sind besonders bei Rechnungen, Personalakten oder dokumentationspflichtigen Vorgängen relevant.
Vor der Entscheidung helfen drei praktische Fragen:
- Wie viele Personen benötigen ein eigenes Benutzerkonto?
- Welche Dokumente enthalten Kunden-, Personal- oder Gesundheitsdaten?
- Genügen Ordner und Freigabelinks oder werden Prüfungen und Freigaben benötigt?
Wenn die Antworten noch unklar sind, kann ein Test mit einem abgegrenzten Bereich sinnvoll sein. Nutzen Sie zum Beispiel zunächst nur Baustellenfotos oder allgemeine Projektunterlagen und keine Personalakten.
Wie führen kleine Betriebe den Cloud Speicher sinnvoll ein?
Beginnen Sie mit einer festen Ordnerstruktur, klaren Zugriffsrechten und einem kleinen Pilotteam. Erst nach einem Praxistest sollten bestehende Dateiablagen vollständig übertragen werden.
Legen Sie fest, wer Ordner anlegt, Benutzer verwaltet und Freigabelinks erstellt. Definieren Sie außerdem ein einheitliches Schema, etwa Kunde, Projekt, Jahr und Dokumentart. Ohne solche Regeln entsteht auch in einem neuen Cloud Speicher nach kurzer Zeit eine unübersichtliche Ablage.
Planen Sie für den Test konkrete Aufgaben. Ein Mitarbeiter lädt ein Baustellenfoto hoch, eine Kollegin scannt einen Lieferschein, und der Innendienst stellt eine Datei über einen geschützten Link bereit. Prüfen Sie danach, ob Dateien auffindbar sind, mobile Verbindungen ausreichen und Zuständigkeiten verstanden wurden.
ibx company unterstützt kleine und mittlere Unternehmen aus Hannover und der Region bei der Auswahl und Einführung passender Werkzeuge. Eine Digitalisierungsberatung für Hannover und die Region kann klären, ob ein einfacher Cloud Speicher genügt oder weitere Prozesse berücksichtigt werden müssen.
Wenn Sie Ihre Dateiablage strukturiert prüfen möchten, können Sie ein unverbindliches Erstgespräch zur Digitalisierung Ihres Betriebs vereinbaren. Dabei lässt sich ohne Entscheidungsdruck klären, welche Lösung zu Teamgröße, Daten und Arbeitsweise passt.
Häufige Fragen
Wie viel Cloud Speicher braucht ein kleiner Betrieb?
Für Bürodateien und einzelne PDF Dokumente können 100 GB lange ausreichen. Wer regelmäßig hochauflösende Baustellenfotos oder Videos speichert, sollte eher mit 500 GB oder 1 TB planen. Messen Sie die heutige Datenmenge und rechnen Sie das jährliche Wachstum für mindestens drei Jahre hinzu.
Ist ein Cloud Speicher in Deutschland automatisch DSGVO konform?
Nein. Der Speicherort in Deutschland ist ein wichtiger Faktor, reicht allein aber nicht aus. Unternehmen müssen unter anderem Zugriffsrechte regeln, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung prüfen und festlegen, welche personenbezogenen Daten gespeichert werden dürfen.
Kann HiDrive Next ein Dokumentenmanagementsystem ersetzen?
Für einfache Dateiablagen, gemeinsame Ordner und Freigabelinks kann HiDrive Next genügen. Ein Dokumentenmanagementsystem ist eher erforderlich, wenn feste Prüfabläufe, revisionssichere Archivierung oder automatische Zuordnungen benötigt werden. Diese Anforderungen sollten vor der Einführung getrennt geprüft werden.
Kann ich vorhandene Ordner in HiDrive Next übernehmen?
Grundsätzlich lassen sich Dateien über Apps, den Webzugang oder die WebDAV Schnittstelle übertragen. Testen Sie zuerst einen begrenzten Datenbestand und prüfen Sie Dateinamen, Ordnerrechte und Synchronisierung. Für große Datenmengen sollte die Übertragung geplant und anschließend kontrolliert werden.